Donnerstag, 3. Januar 2013

NZZ Dossier: Mission im Wandel


Seit Anfang Dezember 2012 berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) in loser Folge über missionarisches Geschehen aus der Schweiz und deren Auswirkungen. Dabei berichten verschiedene Journalisten über katholische, reformierte und freikirchliche missionarische Wirkungen.

Einleitend stellt die NZZ fest: „Heute leben zwei Drittel der Christen in südlichen Ländern.“– Das hiesse dann, dass die christliche Mission sehr erfolgreich ist und die westliche Kultur, in der die Kirche stetig, ja dramatisch Einfluss verliert, doch wieder hoffen kann. Denn gemäss der Zeitung geht „die geografische Richtung der Mission mittlerweile vom Süden in den Norden.“

Dass Mission nicht einfach Glaubensvermittlung ist sondern auch Entwicklungshilfe, machen die Artikel deutlich. Zum Beispiel in Papua-Neuguinea, dort „bilden Kirchen und Missionen wichtige Pfeiler im Bildungs- und Gesundheitswesen.“ Seit knapp 60 Jahren sind Missionare des Brüdervereins (heute Gemeinde für Christus) dort erfolgreich tätig: „«Die Mission», sagt Emma Wapki, «hat grossartige Arbeit geleistet.» Zahlreiche Leute habe sie ausgebildet, ihnen in den letzten Jahren auch je länger, je mehr Verantwortung übertragen und damit die Abhängigkeit von der Mission reduziert.“

In der NZZ am Sonntag berichtet die Zeitung ausserhalb des Dossiers über die schnell wachsenden Kirchgemeinden Chinas. Dabei hält sie fest, dass Christen staatlichem Druck widerstehen: „Die Mehrheit trifft sich in informellen Zirkeln und nimmt dafür das Risiko staatlicher Repressionen in Kauf. … Die Nichtregierungsorganisation «China Aid» dokumentierte vergangenes Jahr 1289 religiös motivierte Festnahmen, mehr als doppelt so viele wie 2010.“


Die NZZ hält fest, dass „die Mission zum innersten Selbstverständnis der christlichen Kirche gehört.“ Das Evangelium, die gute Botschaft vom Messias, hat nicht nur Auswirkungen auf die Kirche sondern auf die Kultur. So vertritt der als Wirtschaftsethiker tätige Jesuit „Stephan Rothin die These, dass Religion massgeblich dazu beitragen kann, die Entwicklung Chinas zu einem Rechtsstaat zu fördern.“ 

Es wäre zu hoffen, dass wir Schweizer uns diese Ansicht zu Herzen nähmen. Was es heisst, sich von anderen Werten leiten zu lassen, beschreibt die Analyse des Tagesanzeigers über Marcel Ospel und seine UBS treffend. Gewinnmaximierung bringt kurzfristigen Erfolg und langfristigen Schaden für eine ganze Nation. 

Ahnt die Redaktion der renommierten Wirtschaftszeitung was wir verloren haben, resp. was uns helfen könnte?


Links:
NZZ Dossier "Mission im Wandel"
NZZ am Sonntag "China"
Tagesanzeiger: Analyse zu Ospel's UBS



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